Tipps zum Drucken
Das Logbuch zu Hause drucken, lochen oder heften und so aufbewahren, dass es ein Jahr im Stall übersteht. Das meiste ist schnell eingestellt – wenn man weiss, worauf es ankommt.
Kurz: das Wichtigste
- In Originalgrösse drucken. «Tatsächliche Grösse» oder «100 %», nicht «An Seite anpassen».
- Beidseitig drucken. A4 im Ordner: Wenden an der langen Kante. A5-Hefte: an der kurzen Kante. Nur «A4, nur Vorderseite» druckst du einseitig.
- Zuerst ein Blatt zur Probe. Erst wenn Ränder und Rückseite stimmen, den Rest.
- Im Stall mit Bleistift schreiben. Er schreibt auch in der Kälte und auf feuchtem Papier.
Welches Papier?
Normales Kopierpapier mit 80 g/m² reicht. Besser ist 90 bis 100 g/m²: Es scheint weniger durch, wenn du auf beiden Seiten schreibst, und hält im Stall länger. Die meisten Drucker verarbeiten das ohne Weiteres – im Zweifel steht die Grenze im Handbuch.
Nimm mattes, weisses Papier. Auf glänzendem Fotopapier hält kein Bleistift.
Für die Hefte ist dünneres Papier angenehmer: Neun Blatt mit 100 g/m² lassen sich noch gut falten, dickeres Papier macht das Heft bauchig.
Wie viel du brauchst:
| Ganzes Jahr | Halbjahr | Vierteljahr | |
|---|---|---|---|
| A4 im Ordner | rund 62 Blatt | rund 35 Blatt | rund 22 Blatt |
| A4, nur Vorderseite | – | – | rund 44 Blatt |
| A5-Hefte | rund 33 Blatt, vier Hefte | 18 Blatt, zwei Hefte | 11 oder 12 Blatt, ein Heft |
Die Einstellungen im Druckdialog
Öffne das PDF in einem PDF-Programm und nicht nur in der Vorschau des Browsers – dort fehlen manche Einstellungen. Dann:
- Grösse: «Tatsächliche Grösse» oder «100 %». Mit «An Seite anpassen» wird jede Seite ein wenig verkleinert: Die Lochung trifft dann womöglich den Text, und bei den Heften stehen die zwei Hälften nicht mehr genau am Falz.
- Beidseitig. Beim A4-Ordner «an der langen Kante wenden», bei den Heften (A4 quer) «an der kurzen Kante wenden». Stimmt die Kante nicht, steht jede Rückseite auf dem Kopf.
- Qualität: «Standard» oder «Normal». Nicht «Entwurf» oder «Tonersparen»: Das Logbuch hat feine, hellgraue Linien und Kästchen, und die verschwinden sonst.
- Farbe: Das Logbuch ist grau. Ohne Foto auf dem Umschlag kannst du alles in Graustufen drucken und sparst die Farbpatronen. Mit Foto druckst du PDF-Seite 1 in Farbe und den Rest in Graustufen.
Erst ein Blatt zur Probe: Drucke die Seiten 1 und 2 (bei den Heften das erste Blatt) und halte es gegen das Licht. Stehen Vorder- und Rückseite richtig herum? Ist der Rand für die Lochung breit genug? Erst dann den Rest.
Ohne Drucker, der beidseitig kann
Das geht auch, braucht aber einen Probedurchgang:
- Zuerst nur die ungeraden PDF-Seiten drucken (1, 3, 5 …).
- Den Stapel wenden und wieder einlegen. Wie herum, hängt vom Drucker ab – darum vorher mit zwei Blatt ausprobieren und die obere Kante mit einem Bleistiftpunkt markieren.
- Dann die geraden Seiten (2, 4, 6 …) auf die Rückseiten drucken.
Stimmt die Reihenfolge am Ende nicht, lässt sich im Druckdialog meist «umgekehrte Reihenfolge» wählen.
Einfach einseitig drucken? Nicht beim A4-Ordner: Dort wechselt der breite Rand für die Lochung von Seite zu Seite, einseitig gedruckt landet die Lochung bei jeder zweiten Seite im Text. Dafür gibt es beim Vierteljahr das Format «A4, nur Vorderseite»: Jede Seite kommt auf ein eigenes Blatt, der breite Rand steht immer links. Es braucht doppelt so viel Papier, und eine Woche liegt auf zwei Blättern – Montag bis Mittwoch, umblättern, Donnerstag bis Sonntag.
A4 im Ordner: lochen und ablegen
- Am breiten Rand lochen. Beidseitig gedruckt liegt er auf jedem Blatt an derselben Kante, bei «A4, nur Vorderseite» immer links.
- Ein gewöhnlicher Bürolocher mit zwei Löchern passt. Den Anschlag auf A4 stellen und in kleinen Stapeln lochen, dann sitzen die Löcher überall gleich.
- Ringbuch oder Ordner? Ein Ringbuch mit zwei Ringen ist schmaler, liegt beim Schreiben flacher und passt besser in ein Fach im Stall. Ein Ordner ist robuster, braucht aber Platz.
- Die Wochenseiten blätterst du oft um, und im Stall wird Papier klamm. Lochverstärker (die kleinen Ringe zum Aufkleben) verhindern, dass die Löcher ausreissen.
- Ein Deckblatt aus Klarsichtfolie vorne drauf schützt den Umschlag – und das Foto darauf – vor Schmutz und Feuchtigkeit. Es gibt sie im Bürobedarf als transparente Deckblätter A4; eine dünne Folie lässt sich zusammen mit dem Umschlag lochen. Oder du steckst den Umschlag in eine gelochte Klarsichthülle.
A5-Hefte: falten und heften
- Blätter sortieren. Unten auf jedem Blatt steht klein «Heft 1 · Blatt 3». Die Blätter eines Hefts gehören zusammen.
-
Jedes Blatt einzeln falten, bedruckte Seite nach aussen, und den Falz mit dem Fingernagel oder
einem Lineal glattstreichen. Einzeln gefaltet wird das Heft sauberer, als wenn du den ganzen Stapel auf einmal
faltest.
Nach hinten falten, dann den Falz glattstreichen. -
Ineinanderlegen: Blatt 1 aussen, die höheren Nummern nach innen.
Blatt 1 aussen, die höheren Nummern innen. -
Im Falz heften, mit zwei Klammern etwa eine Handbreit vom oberen und unteren Rand. Am
einfachsten mit einem Langarmhefter. Ohne: einen normalen Hefter ganz aufklappen, das offene
Heft auf einen dicken Karton legen, von aussen durch den Falz heften und die Klammerbeine innen mit dem Daumen
umbiegen.
Auf dem Karton durch den Falz heften, dann die Beine innen umbiegen.
Neun Blatt lassen sich mit gewöhnlichen Heftklammern gut heften.
Im Stall: schützen und schreiben
- Trocken aufbewahren. Stallluft ist feucht und staubig. In der Sattelkammer, in einer Schublade oder einer Box mit Deckel hält das Logbuch am längsten – nicht auf dem Fenstersims in der Sonne.
- Eine Hülle drum. Für die Hefte gibt es durchsichtige Heftumschläge A5, wie für Schulhefte. Ein Ringbuch mit Kunststoffdeckel lässt sich abwischen. Unterwegs, etwa zum Tierarzt, schützt eine Mappe mit Verschluss.
- Nur die aktuelle Woche mitnehmen: Beim A4-Ordner kannst du die Blätter der laufenden Woche auf ein Klemmbrett mit Deckel nehmen, das an der Box hängt, und sie am Ende der Woche zurück in den Ordner legen. Das ganze Jahr bleibt so trocken.
- Die Skala sichtbar machen: Drucke die Seite mit der Skala und den Kürzeln ein zweites Mal und laminiere sie. Sie kann an der Box hängen. Die Seiten, auf die du schreibst, nicht laminieren – darauf hält kein Stift.
- Mit Bleistift schreiben. Er schreibt in der Kälte, auf feuchtem Papier und lässt sich radieren. Ein Kugelschreiber streikt im Winter oft, Filzstifte schlagen auf die Rückseite durch. Ein Bleistift an einer Schnur am Ringbuch oder Klemmbrett ist immer da, wenn man ihn braucht.
- Laser oder Tinte? Was ein Laserdrucker druckt, verwischt nicht, auch nicht mit nassen Händen. Tinte kann bei Nässe verlaufen – dann lohnt sich die Hülle doppelt.
Kein Drucker zu Hause?
Ein Copyshop druckt das PDF für dich: Sag «beidseitig, in Originalgrösse» und die Kante zum Wenden dazu. Viele lochen auf Wunsch gleich mit oder binden die A4-Seiten mit einer Spirale – dafür reicht der breite Rand innen ebenfalls. Frag dann nach einem Deckblatt aus Klarsichtfolie und einem Kartonrücken: So ist das Buch vorne und hinten geschützt.